Produktionsjahre und Modellcode

Der Nissan Terrano der zweiten Generation wurde von 1993 bis 2004 für den japanischen Markt produziert. Der Modellcode lautet R20. Dies ist ein Schlüsselmerkmal zur Identifizierung. Es ist wichtig, ihn nicht mit der ersten Generation (WD21, 1986-1995) oder den späteren europäischen Versionen zu verwechseln, bei denen es sich im Wesentlichen um ein Rebadging des Renault Duster handelte.

 

Technische Spezifikationen

Der Terrano R20 ist ein leiterrahmenbasierter Geländewagen mit permanentem Hinterrad- oder zuschaltbarem Allradantrieb (Part-Time-4WD-System).
Motoren:

  • Benziner: 2.4 l (KA24E, 128 PS), 3.0 l V6 (VG30E, 145 PS) und der starke 3.2 l V6 (VG33E, 180 PS).
  • Dieselmotoren (für den europäischen/russischen Markt): 2.7 l Turbodiesel (TD27T, 99 PS) – der verbreitetste und berühmteste für seine Zuverlässigkeit und Zugkraft. Später erschien der 3.2 l Diesel (QD32ETi, 158 PS) mit Direkteinspritzung.

Getriebe:

  • 5-Gang-Schaltgetriebe oder 4-Stufen-Automatikgetriebe.

Fahrwerk:

  • Eine anspruchsvolle Starrachsfront (an Torsionsstäben) und Hinterradaufhängung (an Blattfedern), die für hohe Festigkeit und Belastbarkeit sorgt.

Abmessungen:

  • Länge ~ 4670 mm, Radstand ~ 2650 mm. Bodenfreiheit — ca. 215 mm.

Wie man die Frontstoßstange entfernt

  1. Motorhaube öffnen.
  2. Unter der Haube zwei Clips (Pistons) herausziehen, aus den Halterungen lösen und den Kühlergrill abnehmen.
  3. Unter dem Grill und von der Unterseite aus die Clips entfernen, die die Frontstoßstange am Verstärkungsträger befestigen.
  4. Die Schraube hinter dem Nummernschild (oder unter dem Nummernschild) abschrauben.
  5. In den Radkästen die Schrauben abschrauben, die die Seiten an den Halterungen befestigen.
  6. Mit einem Helfer die Stoßstange vorsichtig von den Führungsschienen in den Kotflügeln nach vorne abziehen (auf Kabel und Schläuche achten).
  7. Stecker der Elektrik (falls vorhanden) trennen.
  8. (Falls vorhanden) Schläuche der Scheinwerferwaschanlage trennen.

Nissan Terrano 2 R20 (1993-2006) Montageorte für die vordere Stoßstange

Nissan Terrano 2 R20 (1993-2006) Montagediagramm für die vordere Stoßstange


Wie man die Heckstoßstange entfernt

  1. Heckklappe öffnen.
  2. Zwei (oder vier) Schrauben von der Unterseite aus abschrauben, die den unteren Teil der Heckstoßstange befestigen.
  3. In den Radkäsen auf jeder Seite zwei Schrauben abschrauben, die die Halterungen an der Karosserie befestigen (alternativ können die Halterungen von der Stoßstange abgeschraubt werden).
  4. Mit einem Helfer die Stoßstange von den Führungsschienen in den Kotflügeln nach hinten abziehen (auf Kabel achten).
  5. Elektrische Stecker trennen.

Nissan Terrano 2 R20 (1993-2006) Montageorte für die hintere Stoßstange

Nissan Terrano 2 R20 (1993-2006) Montagediagramm für die hintere Stoßstange


Interessante Fakten und Besonderheiten

  • Plattform und Zwilling: Der R20 teilte sich Plattform und die meisten Komponenten mit dem Ford Maverick (II. Generation). Dies war das Ergebnis einer Partnerschaft zwischen Nissan und Ford. Die Fahrzeuge waren nahezu identisch, abgesehen von Emblemen und Kühlergrill.
  • "Terran" in Russland: In Russland erlangte der Terrano R20 (insbesondere mit dem TD27-Dieselmotor) einen Kultstatus bei Liebhabern von Jagd, Angeln und Offroad-Fahren aufgrund seines "unzerstörbaren" Charakters.
  • Einfachheit und Reparaturfreundlichkeit: Die Konstruktion des Fahrzeugs stammt aus der Zeit vor der Ära der totalen Elektronik. Die meisten Systeme sind einfach und können sogar unter Garagenbedingungen repariert werden, was bis heute geschätzt wird.
  • Geräumigkeit: Trotz der nach modernen Maßstäben kompakten Außenabmessungen ist der R20 innen sehr geräumig, insbesondere in der Dreitürer-Version mit kurzem Radstand.

 

Vorteile:

  • Hervorragende Zuverlässigkeit: Insbesondere der Antriebsstränge mit TD27 und VG33. Bei ordnungsgemäßer Wartung sind Laufleistungen von 500+ tausend km keine Seltenheit.
  • Ausgezeichnete Geländegängigkeit: Die Leiterrahmenkonstruktion, starke Achsen, großer Federweg und gute geometrische Werte (Böschungswinkel, Überhangwinkel vorne und hinten) machen ihn zu einem ernstzunehmenden Gegner im Gelände.
  • Einfache Konstruktion: Ein Minimum an komplexer Elektronik erleichtert Diagnose, Reparatur und Wartung.
  • Hohe Praktikabilität: Geräumiger Innenraum und großer Kofferraum.
  • Verfügbarkeit von Ersatzteilen: Dank der weiten Verbreitung und gemeinsamen Teilen mit dem Ford Maverick.

Nachteile:

  • Komfort und Fahrverhalten: Starre Blattfederaufhängung, hohe Sitzposition und deutliche Wankneigung in Kurven. Auf Asphalt verhält er sich wie ein typischer alter Geländewagen mit Leiterrahmen – er schaukelt und erfordert Aufmerksamkeit.
  • Kraftstoffeffizienz: Die Benzinversionen, insbesondere die V6, sind sehr durstig. Der TD27-Diesel ist sparsamer, aber nicht für seine leise Arbeitsweise bekannt.
  • Alter: Die meisten Exemplare auf dem Markt sind stark abgenutzt. Der Käufer sieht sich mit dem Ersetzen von Silentblöcken, Buchsen, der Rostbehandlung (besonders Schweller und Radkästen) und der Reparatur des veralteten Interieurs konfrontiert.
  • Dynamik: Selbst die stärksten Versionen können nach modernen Maßstäben nicht mit einer schnellen Beschleunigung glänzen.