Jahre und Modellvarianten
Die Hauptproduktion des Lancer Evolution IX fand in den Jahren 2005–2007 statt. Auf einigen Märkten, wie beispielsweise in Großbritannien, liefen die Verkäufe jedoch bis Anfang 2008 weiter. Das Modell wurde in mehreren Schlüsselausstattungen angeboten:
- GSR: Die basisnahe "zivile" Version mit 5-Gang-Schaltgetriebe, Recaro-Sportsitzen und verschiedenen Fahrerassistenzsystemen.
- RS: Eine leichtere Version für Enthusiasten und Rennfahrer. Sie verzichtete auf "überflüssiges" Gewicht (Klimaanlage, Audiosystem, Heckscheibenwischer) und hatte einen Schrauben-Differential anstelle eines elektronisch gesteuerten Mittendifferentials (ACD) sowie ein einfacheres Interieur.
- GT: Eine Zwischenversion, die einige Merkmale der RS und GSR kombinierte.
- MR (Mitsubishi Racing): Die Flagghip-Version mit verbesserter Fahrwerk (Aluminium-Querlenker und verstellbare Bilstein-Dämpfer), 6-Gang-Schaltgetriebe (auf einigen Märkten), Aluminium-Dach und Leichtmetallrädern von BBS.
Technische Daten
Im Herzen des Evo IX lag der berühmte 2,0-Liter Reihen-Vierzylinder-Turbomotor 4G63T. Dies war seine letzte und am weitesten entwickelte Version.
- Motor: 4G63T, 1997 cm³, DOHC, 16 Ventile, Turbolader.
- Leistung: 287 PS bei 6500 U/min (japanischer Markt). Für Märkte ohne die "Gentlemen's Agreement"-Beschränkung (z.B. USA) betrug die Leistung 291 PS.
- Drehmoment: 392 Nm bei 3500 U/min.
- Getriebe: 5- oder 6-Gang-Schaltgetriebe (6-Gang war eine Option für das MR).
- Allradantrieb: Das Super All-Wheel Control (S-AWC) System, inklusive Active Center Differential (ACD), Active Yaw Control (AYC) Hinterachsdifferential und der Stabilitätskontrolle ASC.
- Beschleunigung 0-100 km/h: ~ 4,8–5,2 Sekunden (je nach Quelle und Bedingungen).
- Höchstgeschwindigkeit: ~ 250 km/h (elektronisch begrenzt).
Das Hauptunterscheidungsmerkmal zum Evo VIII: Der Motor erhielt ein MIVEC-Variable Valve Timing-System auf der Einlassseite, was die Ansprechcharakteristik bei niedrigen Drehzahlen erheblich verbesserte.
Wie man die Frontstoßstange demontiert
- Motorhaube öffnen, Clips herausnehmen und Schrauben abdrehen, die Kunststoffabdeckung entfernen.
- Unter der Abdeckung zwei Schrauben abdrehen und zwei Clips herausnehmen, die den oberen Teil der Frontstoßstange befestigen.
- Zur Unterseite wechseln. Von der Fahrzeugunterseite aus die Clips herausnehmen, die von unten nach oben eingesteckt sind.
- Nun zwei Schrauben im vorderen Bereich der Stoßstange abdrehen. Eine Schraube ist hinter dem Nummernschild versteckt, die zweite unter einer Abdeckung. Sie benötigen einen Knarrenkopf mit Verlängerung.
- (Auf der linken und rechten Seite) In den Radläufen zwei Clips herausnehmen, die den Radlauf mit der Stoßstange verbinden, und eine Schraube abdrehen, die von unten nach oben geschraubt ist und den Stoßstangenwinkel mit dem Kotflügel verbindet.
- Die Halterungen in den Kotflügeln lösen, dazu am Stoßstangenwinkel nach unten ziehen.
- Stoßstange mit einem Helfer nach vorne abziehen.

Wie man die Heckstoßstange demontiert
- Kofferraumdeckel nach oben öffnen.
- Im Kofferraumöffnung vier Schrauben abdrehen, die Halterungen in den Kotflügeln lösen, elektrische Stecker abziehen und die Heckleuchten ausbauen.
- Unter den Heckleuchten zwei Schrauben abdrehen und zwei Clips herausnehmen, die den oberen Teil der Heckstoßstange befestigen.
- Die Verkleidung der hinteren Innenverkleidung im Kofferraum entfernen.
- Unter der Verkleidung vier Muttern abdrehen, hierfür wird ein Knarrenkopf benötigt.
- Die seitlichen Verkleidungen lösen, um Zugang zur Rückseite der Kotflügel zu erhalten.
- Von der Innenseite der Kotflügel zwei Schrauben abdrehen.
- Nun unter das Fahrzeug gelangen und drei Clips herausnehmen, die von unten nach oben eingesteckt sind.
- In den Radläufen zwei Schrauben abdrehen, die die Radläufe mit der Stoßstange verbinden, sowie zwei Schrauben, die von unten nach oben geschraubt sind und die Stoßstangenwinkel mit den Kotflügeln verbinden.
- Stoßstange nach hinten abziehen, auf die Kabel achten.
- Stromstecker für die Begrenzungsleuchten und die Kennzeichenbeleuchtung trennen.

Interessante Fakten zum Modell:
- Die Antwort auf den Subaru STI: Der Evo IX wurde als direkte Antwort auf den Subaru Impreza WRX STI von 2004 entwickelt und wird von vielen dank des fortschrittlicheren Allradantriebs und des MIVEC-Motors als Sieger in diesem "Duell" angesehen.
- Die Evolution des 4G63: Der 4G63-Motor debütierte 1987 im Mitsubishi Galant und durchlief eine unglaubliche Entwicklung, um im Evo IX zu einem der kultigsten und am häufigsten getunten Vierzylinder-Motoren der Geschichte zu werden.
- Der Letzte seiner Art: Der Evo IX ist das letzte Modell mit dem 4G63-Motor und einem Grauguss-Block. Sein Nachfolger, der Evo X, erhielt einen komplett neuen Aluminium-Motor (4B11).
- Seltene Version: Es gab eine limitierte "Wagon" (Kombi)-Serie für den japanischen Markt, die heute ein begehrtes Sammlerstück ist.
Vor- und Nachteile
Vorteile:
- Phänomenale Fahrleistungen: Das S-AWC-System bietet ein unübertroffenes Maß an Traktion und Kontrolle und verzeiht viele Fahrfehler.
- Leistungsstarker und zuverlässiger Motor: Der 4G63-Motor hat ab Werk eine enorme Tuning-Reserve.
- Gutes Ansprechverhalten: Dank MIVEC verfügt das Auto über eine exzellente Drehmomententwicklung bereits bei niedrigen Drehzahlen.
- Kultstatus: Der Besitz eines Evo IX bedeutet, einem Club von Legenden anzugehören, was das Interesse und die Nachfrage hoch hält.
Nachteile:
- Sehr hartes Fahrwerk: Selbst in der GSR-Version ist das Fahrwerk für den täglichen Gebrauch sehr hart.
- Hohe Betriebskosten: Hoher Kraftstoffverbrauch, teure Wartung und hohe Kosten für Ersatzteile (insbesondere für die AYC/ACD-Systeme).
- Spartanisches Interieur: Die Materialqualität im Innenraum entspricht nicht dem hohen Preis des Fahrzeugs, selbst für seine Baujahre.
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